Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege für die Privatklägerschaft
Art. 136 StPO

Geschädigten Personen / Opfern, die sich als Verfahrenspartei am Strafverfahren beteiligen möchten, aber befürchten, die Kosten nicht tragen zu können, kann die unentgeltliche Rechtspflege gewährt werden. Diese Möglichkeit ist durch Artikel 136 und Artikel 138 StPO geregelt, auf der Grundlage von Artikel 29 Absatz 3 BV.

Die unentgeltliche Rechtspflege umfasst die folgenden Kosten (Art. 136 Abs. 2 StPO):

Inhalt der Rechtspflege

Art. 136 Abs. 2

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Bst. a

Bst. b

Bst. c

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Befreiung von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen

Art. 125 StPO, Art. 184 Abs. 7 StPO, Art. 313 Abs. 3 StPO und Art. 383 StPO

Befreiung von den Verfahrenskosten

Art. 427 StPO

Bestellung eines Rechtsbeistands, wenn dies zur Wahrung der Interessen der Privatklägerschaft notwendig ist.

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Achtung: Obsiegt die beschuldigte Person, ist die Privatklägerschaft nicht von allfälligen Ansprüchen der beschuldigten Person ihr gegenüber befreit.

Art. 432 StPO